Neißeflut 2010 Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 11. August 2010 um 08:37 Uhr

Hochwasser bei Come Back

Auch das Sozialtherapeutische Wohnheim in der Friedensstraße in Zittau ist von der Hochwasserkatastrophe der Region betroffen. Durch starke Regenfälle und einen Staudammbruch in Polen kam es am 07.08.10 in rasantem Tempo zu einem Anstieg der Neiße. Die beiden Häuser in der Friedensstraße liegen direkt am Grenzfluß Neiße, im Laufe der vielen Jahre bestand bisher zweimal die Gefahr, dass Wasser übertritt. Doch nun kam es zum ersten Mal dazu.

Die 46 Bewohner mussten in den Abendstunden evakuiert werden ...



Das Kellergeschoss von Haus 1 und das Erdgeschoss von Haus II standen unter Wasser. Durch großes freiwilliges Engagement der Mitarbeiter, die fast rund um die Uhr im Einsatz waren, war es möglich Schlimmeres zu verhindern, teilweise Möbel und vor allem Computertechnik durch Ausräumen zu sichern. Auch am Sonntag kamen viele Mitarbeiter von sich aus zur Arbeit, um beim Aufräumen, Spülen, Wischen etc. zu helfen, ebenso wie tatkräftige Bewohner. Am Abend konnten die Heimbewohner in die Häuser zurück gebracht werden.


Nach der ersten Erleichterung durch die mögliche Wiederaufnahme des Heimbetriebes am Sonntagabend, kommt jetzt in diesen Tagen die Ernüchterung, dass doch mehr zu Schaden gekommen ist, als man zunächst nach dem fleißigen Aufräumen dachte: Die Heizung im Haus 1, das Schwesternzimmer, Therapieräume, der Küchen- und Wäschekeller, Sanitärräume, Büros sind zerstört. Alle Fußböden müssen raus, alle Wände mit Gipskarton ebenfalls. Die Schäden, die das Bauwerk betreffen sind sehr hoch. Ein Teil des Inventars konnte in der kurzen Zeit bevor das Wasser übertrat zwar gerettet werden, aber gerade die Büros, das Schwesternzimmer und die Therapieräume müssen komplett neu eingerichtet werden.

Wenn wir zu unseren Nachbarn über die Grenze schauen, können wir zwar insgesamt dankbar sein. Und doch stehen wir vor der Tatsache, dass sich unser Schaden nach ersten vorläufigen Schätzungen auf ca. 200 000 Euro beläuft. Es besteht keine Versicherung.


Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 17. März 2011 um 14:25 Uhr